Gelbes-Geschwader - Aufzuchtfutter

 
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Grundlagen Aufzuchtfutter


Ich reiche mein Aufzuchtfutter jeden Tag frisch.
Dafür wird ein hartgehochtes Eigelb mit einer Gabel im Aufzuchtfutter fein zerdrückt.
Zusätzlich gebe ich zu jedem fütternden Paar täglich frischen Broccolie in die Zuchtbox.


Aufzuchtfutter

 

Die Industrie stellt diverse Aufzuchtfuttersorten zur Verfügung.
Die bekanntesten Marken sind wohl Orlux und Quiko.
Weiterhin gibt es trockene Aufzuchtfuttersorten und feuchtere Futterarten.
Gefressen werden die trockenen Futtersorten (meist) nur, wenn sie angefeuchtet werden.
Das kann mittels Wasser oder mit dem frisch gespültem Keimfutter erfolgen.
Länger feucht bleibt ein Trockenfutter beispielsweise, wenn Sausage-Rusk verwendet wird das die Feuchtigkeit länger hält.

Reste von angefeuchtetem Eifutter sind nächsten Tag immer gründlich aus dem Napf zu entfernen,  da angefeuchtetes Aufzuchtfutter säuern kann.

Ich verwende Orlux - Gold Patee Gelb.
Hierbei ist kein Anfeuchten notwendig.
Ich zerdrücke noch ein hartgekochtes Eigelb in dem Eifutter, damit es besser gefressen wird.

Das Ei wird etwa 7 Minuten gekocht.
Das Eigelb selber darf an keiner Stelle mehr auch nur ansatzweise flüssig sein.
Der beste Garungsgrad ist erreicht, wenn sich das Eigelb außen leicht ins bläuliche verfärbt. Ich füttere meist nur das Eigelb ohne das Eiweiß, wenn ich viele Jungtiere gleichzeitig habe, kommt auch das Eiweiß mit ins Aufzuchtfutter.
Gekocht werden immer 2 Eier (für 2 Tage), nicht mehr.
Wenn die Henne mit dem Nestbau beginnt, bekommt sie zur Konditionierung ebenfalls die Kombination Aufzuchtfutter mit hartgekochtem Ei bis zur Ablage des 4. Ei, danach bis zu Schlupf der Jungen KEIN Eifutter.

Ich gebe ebenfalls jeden Tag Grünzeug zusätzlich zum Aufzuchtfutter.
Wer früh im Jahr beginnt zu züchten, ist hier mit Broccoli gut beraten.
(Unten auf frische Schnittflächen beim Kauf achten).
Der Broccoli-Ast bleibt (sofern er sich so lange hält) 2 Tage in der Zuchtbox, danach wird er nicht mehr abgenagt.
Gefressen werden praktisch die kleinen Blüten.
Wie alle Kohlsorten beugt auch der Broccoli Darmpilz vor (Eifutter und Ei sind ein perfekter Nährboden für Hefepilze).
Mittels durchgehender Fütterung mit Broccoli haben die Jungvögel keinen weichen Kot und keine Pilzbelastung im Darm.

Noch ein Wort zum Thema Hygiene:

Wie schon erwähnt, müssen die Näpfe für das Aufzuchtfutter regelmäßig saubergemacht werden, um eine Keimansiedlung/-ausbreitung zu verhindern.
Zusätzlich muss ab dem Tag, an dem die ausgeflogenen Jungtiere anfangen Futter (auch vom Boden) aufzunehmen, der Bodengrund regelmäßig gewechselt werden. Fressen die Jungtiere altes Eifutter, kann es zu Ausfällen kommen.


Probleme bei der Aufzucht


Altbekanntes und Innovatives

1)

Henne füttert nicht

  • -          1 Brut, unerfahren?
  • -          Aufzuchtfutter wird nicht genommen?

Möglichkeiten:

  • Aufzuchtfutter zu trocken?
  • Anderes Aufzuchtfutter kaufen?
  • Aufzuchtfutter frisch?

Animiert zum besseren Füttern der Jungen:

  •       Zwieback kleingerieben unters Aufzuchtfutter heben
  •        Hartgekochtes Eigelb unter das Aufzuchtfutter (bei mir Standard)
  •        Brokkoli animiert die Alttiere zur Fütterung
  •        Ferner animiert jede Art von Grünzeug zur besseren Fütterung
  •       Keimfutter unterheben

2.a Hartgekochtes Ei (nochmal? ja, das sollte sitzen)

Das Ei wird etwa 7 Minuten gekocht.
Das Eigelb selber darf an keiner Stelle mehr auch nur ansatzweise flüssig sein.
Der beste Garungsgrad ist erreicht, wenn sich das Eigelb außen leicht ins bläuliche verfärbt. Ich füttere meist nur das Eigelb ohne das Eiweiß, wenn ich viele Jungtiere gleichzeitig habe, kommt auch das Eiweiß mit ins Aufzuchtfutter.
gekocht werden immer 2 Eier (für 2 Tage), nicht mehr.
Wenn die Henne mit dem Nestbau beginnt, bekommt sie zur Konditionierung ebenfalls die Kombination Aufzuchtfutter mit hartgekochtem Ei bis zur Ablage des 4. Ei, danach bis zu Schlupf der Jungen KEIN Eifutter.

Aufzuchtfutter:
Hier verwende ich nur Orlux Gold Patee Gelb.
Meine Tiere haben dieses Eifutter immer am besten angenommen.

Möglichkeit des Zufütterns

2)

Zufütterung über die schwierigen Tage mittels Einwegspritze

-          Es ist notwendig, den vorderen Teil der Einwegspritze aufzuweiten

-          Möglichst Kropfkanüle (Birdsandmore) verwenden

-          Die Negersaat aus dem Aufzuchtfutter entfernen!!! (schwarz, länglich)

-          Ggf. das trockene Aufzuchtfutter erst in den Mixer

-          Nach dem Anfeuchten 2-3 Minuten warten, nicht gleich füttern, quillt nach

 

Zugefüttert wird, wenn die Jungvögel 2-3 Tage einen leeren Kropf hatten und jetzt zu schwach zum Betteln sind.

Vielfach wird dem Futter bei manueller Handaufzucht oder beim Zufüttern Traubenzucker zugesetzt. Das sehe ich aber kritisch. Der Glykogenspiegel geht nach der Gabe von Einfachzucker wie Traubenzucker blitzschnell nach oben und fällt dann aber unter das Niveau vor der Traubenzuckergabe zurück.
Sportler mit entsprechender Theorieschulung kennen das Problem.
Daher und unter dem Aspekt, dass den Jungvogel bald die Bauchspeicheldrüse „um die Ohren“ fliegt, gebe ich nie Traubenzucker zu.
Vögel bekommen mit der natürlichen Nahrung auch keine Kohlenhydratschocks zugeführt. Meist ist das käufliche Aufzuchtfutter schon mit Honig angereichert, damit es besser aufgenommen wird, das reicht an Kohlenhydraten.
Eine weitere und bessere Möglichkeit der optimierten Handaufzucht/Zufütterung ist die Zugabe von Proteinen in Form von Eiweißpräperaten.
Ich bevorzuge dabei kein schnelles Eiweiß wie Whey Isolaten, sondern ein langsameres Eiweiß (Mehrkomponenteneiweiß 80er oder 90 er) wobei wiederum darauf zu achten ist, das es sich nicht um ein kollagenes Protein handelt.
Auch wenn auf der Dose 80er Protein steht und der Hersteller damit eine biologische Wertigkeit von 80 suggeriert, hat ein collagenes Protein in der Realität doch eine biologische Wertigkeit von Null.
D.h. der Körper kann kein körpereigenes Eiweiß daraus aufbauen.
Gummibärchen bestehen beispielsweise aus collagenem Protein und Zucker.
Aus den Gummibärchen kann der Körper kein körpereigenes Eiweiß herstellen, das Protein schadet aber auch nicht und wenn die Gummibärchen nach einem harten Trainingsworkout verzehrt werden, kann der Zucker auch noch mehr oder minder verstoffwechselt werden.
Zurück zum Aufzuchtfutter:
Ich gebe bei Handfütterung etwas Eiweißpulver unter das Futter, wobei ich das langsame Eiweiß bevorzuge, da ich nicht alle 20 Minuten füttern kann.

Oft füttert die Henne dann die Jungen selber weiter, wenn die Jungen wieder lautstark betteln können.


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