Gelbes-Geschwader - Japan Hoso

 
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Rassebeschreibung


Beim Japan Hoso handelt es sich um eine kleine, glatt befiederte Kanarienrasse,
die in Japan um 1920 aus den Rassen Scotch und Bossu Belge erzüchtet wurde.
Die Hauptmerkmale sind die geringe Größe und die schlanke, gebogene Form.
Die Rasse ist in allen Farben, einschließlich der Schecken, zugelassen.




Bewertungsskala


Form                                25 Punkte
Haltung                            20 Punkte
Größe                               20 Punkte
Schultern und Nacken    15 Punkte
Kopf und Hals                 10 Punkte
Schwanz                             5 Punkte
Kondition u. Gefieder       5 Punkte
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Gesamt                           100 Punkte
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Stand: 2015

Form
Es handelt sich um einen kleinen, schlanken Vogel mit flacher Brust.
Die Flügel liegen am Körper an.
Die Beine zeigen befiederte Schenkel.
                             
Haltung
In Arbeitshaltung zeigt sich der Vogel in der Form einer Sichel.
Sie wird erreicht durch einen nach vorne gestreckten Kopf und einen leicht unter die
Sitzstange gezogenen Schwanz, dabei sind die Beine etwas angewinkelt.

Größe
Der Japan Hoso ist nicht größer als 11,5 cm.

Schultern und Nacken
Die Schultern und der Rücken sind schmal und gut gerundet.
Zwischen den Schultern ist keine Vertiefung sichtbar.

Kopf und Hals
Der Kopf ist klein, leicht abgeflacht und oval.
Der Schnabel ist klein und nicht zu dick.
Der Hals ist lang und schmal.

Schwanz
Der Schwanz ist schmal mit geringer Einkerbung und passt harmonisch
zum Körper des Vogels.

Kondition u. Gefieder
Der Vogel ist sauber und zeigt sich in guter Kondition und Käfiggewöhnung.
Auch wird in dieser Position die Sauberkeit des Käfigs berücksichtigt.
Das Gefieder ist glatt, ohne Frisuren und ohne Kahlstellen.



Italienischer Standard - Klick HIER!

Niederländischer Standard - Klick HIER!

Italienischer Standard - Klick HIER!


Hier ist der italienische Ausstellungskäfig auf einer italienischen Bewertungskarte zu sehen
(Grundfläche wie Wursterkäfig)

In den Niederlanden ist der "offene Universal-Positurkäfig" bereits alternativ zugelassen.




Sicherlich als Ausstellungskäfig für Hoso, Fife, Border und Scotch in Deutschland auch wünschenswert!









Für die Rasse Japan Hoso und die gebogenen Rassen gibt es einen Spezialclub
mit einer Spezialschau,  die am ??.??.2018 in Baunatal/Kassel stattfindet.

Klick HIER

 



 
Geschichtlich haben wir den Hoso in der derzeitigen Form den Bemühungen von Kenzo Nakamura zu verdanken, der in Tokio einen Spezialclub gründete.
 




(Namensgeber 1962)
 
Nakamura führte den Züchternamen HOSEI, der zu dem deutschen Namen der Rasse führte.

Mitte der 60er Jahre kam diese Rasse zu uns auf das europäische Festland.

 


 
 
Nachwuchs im Februar 2015, frisch ausgeflogen, 18 Tage alt.
(Links daneben die Mutter)
Man erkennt trotz des jungen Alters schon die typische Form der Hoso.


 



Noch ein Vogel aus meiner 2015er Zucht






Besonderheiten der Rasse


 

Krallen und Schnabel:

Beim Japan Hoso wachsen die Krallen deutlich schneller, als wir es beispielsweise vom Farbkanarienvogel  her kennen. Daher ist es notwendig, direkt vor der Zucht die Krallen zu kürzen.  Habe ich bei den Farbkanarien das erste mal mit 3 Jahren die Krallen gekürzt, passiert das bei Hoso 1-2x pro Jahr. Der Schnabel wächst auch etwas schneller, daher biete ich bei dieser Rasse Sepiaschalen und Picksteine an.

Füße und Zehen:

Damit der JH im Schaukäfig nicht unter fehlendem Zehenschluss leidet und sicher sitzt, verwende ich unterschiedlich starke Sitzstangen in den Flugboxen und Kiefernzweife in der Voliere.
Werden die Sitzstangen nicht regelmäßig gereinigt, kann es zu Podermatiden kommen.
Weiterhin begünstigen geriffelte Sitzstangen die Bildung von Podermatiden.
Geriffelte Sitzstangen gehören prinzipiell nicht in unsere Käfige.
Der Gesetzgeber bezeichnet geriffelte Sitzstangen als: „Tierschutzwiedriges Zoozubehör, da die geriffelte Oberfläche zu einer ständigen Reizung der Fußsohlen führt.“
Hornhautverdickungen (Podermatiden-Sohlenballengeschwür) können auch durch zu dünne Sitzstangen verursacht werden.
Richtige Sitzstangen in abwechslungsreichen Durchmessern angeboten und optimalerweise zusätzlich in unterschiedlichen Neigungen der Y- Achse fördern die Fußmuskulatur und den sicheren Sitz der Vögel.

Reinigung der Sitzstangen:

Bei alle gebogenen Rassen müssen die Sitzstangen deutlich öfter gereinigt werden, als bei "graden Rassen", da beim Kotzabsetzen die Sitzstangen öfter getroffen werden. Ich verwende in den Zuchtboxen daher nur von vorne eindrehbaren Holzsitzstangen. Diese reinige ich mit einem Spachtel unter schnellem Drehen, während die den vorderen Teil an eine Holzwand (Gartenschuppen) drücke.
So komme ich halbwegs effizient voran. Die Sitzstangen in der Voliere werden erst mit dem Spachtel  gereinigt und dann mit Stahlwolle nachgearbeitet. (Danach den Bodengrund tauschen).

Außenhaltung:

Hoso sind im Sommer durchweg volierentauglich.
Ich halte die Jungvögel und die mit der Brut fertigen Altvögel in einer Freivoliere. Hierbei sind die Seitenwände und die Rückseite aus Holz, Licht dringt von oben (1. Lage Draht, 2. Lage Glasfolie für Gewächshäuser (gegen Mäuse) 3. Lage Well-PVC) und von vorne ein. Die Vögel fühlen sich so gehalten sicherer und wohler. Fluggewand sind die kleinen Hoso ebenso wie alle Farbkanarien. Überwintern sollte man seine Hoso jedoch eher im Innenbereich, ich halte sie nicht für wintertauglich in der Freivoliere.

Verhalten:

Der Japan Hoso ist ein ruhiger, wenig scheuer Vertreter aus der Positurkanariengarde, der deutlich friedlicher als andere Kanarien ist. Sein ruhiges, friedliches und neugieriges Temperament haben mich zu dem Vogel gebracht.  
Ausgenommen davon ist der allabendliche, laute Streit um die besten Schlafplätze

Zucht:

In der Zucht zeigt sich der Hoso als produktiv und unkompliziert.
 


 

Für die gebogenen Kanarienrassen gibt es eine Interessengemeinschaft mit einer Spezialschau.
2019 findet diese in Meijel (Provinz Limburg) in den Niederlanden statt.

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