Gelbes-Geschwader - Krankheiten

 
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Auf unseren Ausstellungen stehen gute gegen weniger gute Vögel
und bei den Guten stehen gesunde gegen weniger gesunde Vögel, wobei weniger gesund nicht gleichbedeutend mit krank sein muss.
Um sich optimal präsentieren zu können, muss eine weitestgehende Freiheit/komplette Freiheit von Erregern
(Trichonomaden, Kokzidien, Luftsackmilben, Nematoden, andere Würmer etc.)
gegeben sein.


 
Ausstellung:

Nur ein gesunder Vogel zeigt sich mit glatt anliegendem Gefieder im Schaukäfig bei der Ausstellung.
Wenn man sich bei Ausstellungen die Vögel mit leicht gesträubtem Gefieder genau ansieht, dann hört man besonders ganz früh morgens zu Ausstellungsbeginn ein leichtes Rasseln.
(Luftsackmilben waren während der Dunkelheit aktiv)
Wird der Vogel ganz früh dem Preisrichter vorgestellt, dann zeigen sich natürlich die Vögel nicht richtig, weil sie sich nicht wohlfühlen.
Ich leide unter Asthma und kann das gut nachvollziehen!!!
Daher behaupte ich, das Vögel mit Luftsackmilben bei Ausstellungen
(die früher am Tag bewertet werden – z.B. Schauklassen weiß)
sich nicht optimal zeigen und weniger Punkte bekommen als gesunde Tiere.
Wer seine Vögel aus Bequemlichkeitsgründen nicht behandeln wollte, der ist eventuell mit einer besseren Bewertung seiner Vögel zu einer Behandlung zu bewegen.
Weiterhin bin ich davon ab, vor der Zucht eine Kur mit den Vögeln zu machen, sondern sehe zu, dass die Tiere vor der Ausstellung parasitenfrei sind um bessere Ergebnisse zu erzielen.
Ich züchte zurzeit nur noch Japan Hoso und bin darauf angewiesen, das meine Vögel aalglatt sind.
Das geht nur, wenn sie gesundheitlich in vorbildlichem Zustand sind.



 

Die Zucht:

Viele Züchter machen vor der Zucht noch etliche Behandlungen mit den Zuchtvögeln.
Hätte man das vor der Ausstellung gemacht, hinge mehr Lametta in der Pokalvitrine.
Direkt zur Zucht sollten die Vögel nicht medikamentengeschwächt sein und die eventuell letzte Behandlung mit Ivomec ist günstigerweise auch schon ein bisschen her, da einige Züchter von Fruchtbarkeitsproblemen direkt nach der Behandlung sprechen, andere Züchter streiten das ab und die Beipackzettel geben diesbezüglich keine Hinweise.
Zur Heilung von Pilzbelastung im Darm hatte bei mir die Verfütterung von Kohl an jedem Wochentag ein tolles Ergebnis.
Alle Jungtiere aus meiner Zucht zeigen keinerlei Pilzbelastung, alle zugekauften Zuchttiere aus stark darmpilzbelasteten Beständen halten sich zumindest gut.
Hier hat es sich bei mir gezeigt, dass meine Vögel, die ab dem 1. Lebenstag Brokkoli bekamen, eine extreme Resistenz gegen Darmpilze zeigen.
Ich verfüttere daher möglichst täglich Brokkoli und jahreszeitlich Spitzkohl.
Beides natürlich roh.
Brokkoli wird bekannterweise gerne gefressen und bei Spitzkohl hat es sich bei mir gezeigt, dass die Vögel wirklich große Mengen davon fressen.
Der Spitzkohl wird mindestens geviertelt.
Ab und an gebe ich auch kunstvoll aufgeschnittenen Rosenkohl.
Richtig tranchiert sieht man, woher der Name ROSEN-Kohl kommt.
Rosenkohl wird weniger gerne gefressen.
Ist aber der Darmpilzfein Nummer 1. Kokizididienbelastung gibt es bei mir nicht mehr, seit ich von Sand auf Buchenholzgranulat umgestellt habe und der Bodengrund immer „pfurz-trocken“ ist.
(Ich bitte um Entschuldigung für die Wortwahl).
Richtig vorbereitet gibt es kaum Ausfälle während der Aufzucht, wenn die Alttiere dann noch gut füttern.
Somit kommen wir zur nächsten Thema, die Alttiere füttern grundsätzlich nicht gut und die Jungen gehen im Nest ein.
Das kommt bei mir schon seit Jahren nicht mehr, war aber mal ein Thema bei meinen Glostern.
Fütternde Alttiere haben bei Trichonomadenbefall Schmerzen beim Würgen und füttern daher manchmal nicht richtig.
Seit dem 80ern ist die „Gelbkopfkrankheit“ als gut sichtbare Version der Trichonomaden so gut wie ausgestorben und heute gibt es prinzipiell noch die schlecht nachweisebare Form ohne die gelben Applikationen im Rachenbereich.
Füttern die Alttiere alle schlecht, dann MUSS ein Tierarzt beauftragt werden, nach Trichonomaden zu suchen, das Problem kann man nicht aussitzen. 



Quarantäne:

Neue Tiere sollten vor der Vergesellschaftung mit anderen Tieren erst in Quarantäne und dürfen nicht mit dem Altbestand das gleiche Wasser trinken.
Ebenfalls ist beim Bodengrund darauf zu achten, dass nicht Vögel aus unterschiedlichen Zuchten beim Transport nach Hause die Ausscheidungen der Vögel aus dem anderen Stamm aufnehmen können,
bevor es tierärztliche Analysen der Ausscheidungen gibt.
D.h. schon beim Kauf separat transportieren!
Es ist deutlich günstiger, bei neuen Vögeln einen Kropfabstrich und eine Kotprobe zu machen, als später alle zu Behandeln.
Was in der Terraristik beispielsweise normal ist, sollte dem i.d.R. pflichtbewussterem Vogelzüchter nicht fremd sein!
Das vermutlich häufigste Problem sind Luftsackmilben mit neuen Tieren.

 

 

 

 

 

Häufig sind bei neu gekauften Tieren Atemwegsgeräusche zu hören.
Daher macht es Sinn, vor der Kaufentscheidung den Vogel mit dem Schnabel ans Ohr zu halten.
Atemwegsgeräusche können viele Ursachen haben:



 

 


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