Gelbes-Geschwader - Legenot

 
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Legenot

Legenot kommt bei optimaler Versorung unserer Pfleglinge zwar selten vor, aber trotzdem habe ich bisher alle 3-4 Jahre eine Henne mit Legenot verloren.

2018 habe ich an einem Freitag Abend eine Henne mit Legenot in einer Zuchtbox entdeckt, die ich fast aufgegeben hatte, weil sie schon sehr schlecht aussah.
Eifrich das Internet durchsuchend fand ich immer nur den einen Rat: Zum Tierarzt, nicht selber Hand anlegen!
Bis zum nächstmöglichen Termin war es definitiv zu spät und so blättere ich in meine 50 Jahre alten Büchern über Kanarienzucht durch.
In jedem Buch fand ich den selben Rat: Mit etwas Speiseöl den Klakenbereich massieren und danach das Ei langsam ausmassieren....
In den meisten Büchern stand, das die Ursache für Legenot ein Wachsei ist, das die Henne nicht herausbekommt. (Wachseier kommen bei Kanarien durchaus mal vor, aber i.d.R. sind sie kleiner als normale Eier und können problemlos gelegt werden) Da ich 10 Jahre lang Schlangen gezüchtet habe und daher eingehende Erfahrungen mit Legenot durch Wachseier hatte, habe ich mich dieses Mal an die Kanarienhenne gewagt. Schlangen punktiert man und massiert das Ei dann heraus, beim Kanarienvogel erfordert das noch mehr Fingerspitzengefühl (punktieren ist hier zu gefählich) und noch stärkere Nerven. Nach einigen Minuten hatte ich das Wachsei heraus und die Henne war unverletzt, wie sich später zeigte. Am 2. Tag mußte ich die ganze Aktion nochmal wiederholen, es kam wieder ein Wachsei zu Tage. Am 3. Tag wurde dann ein "normales Ei" gelegt.
Wenige Tage später hat die Henne dann ein ganz normales Gelege hervorgebracht.

Die beschriebene Henne hatte stehts Grit und Sepiaschale zur Verfügung, es ist im Zuchtraum nicht zu kalt gewesen und es ist eine erfahrene Zuchthenne aus dem vorletzten Jahr.

Mein Fazit für mich ist, das ich beim nächsten mal wieder helfend eingreife, falls das Notwenig ist und kein Tierarzt mehr geöffnet hat.

Vom oftmals beschriebenen betröpfeln des Unterleibes mit kaltem Wasser rate ich ab.
Bei Legenot hilft eher das Gegenteil, eine Wärmelampe.
Weiterhin findet man manchmal die Angabe, das Ei ist vor dem Ausmassieren zu zerdrücken. Davon würde ich auch strikt abraten, da man nicht immer zweifelsfrei ertasten kann, ob es um ein Wachsei handelt. Außerdem kann man damit zu viel Schaden verursachen! Die beiden ausmassierten Wachseier bei der beschriebenen Henne fühlten sich im Körper an, wie Eier mit Eischale.  Wachseier sind manchmal ziemlich prall und fallen erst nach einen Tag an der Luft ein.

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