Gelbes-Geschwader - Luftsackmilben

 
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Luftsackmilben


Luftsackmilben
(Sternostoma tracheacolum)
besiedeln die Atmungsorgane des Vogels und die Nasenschleimhaut.
Dort ernähren sie sich dort von der Schleimhaut und dem Blut der Atemorgane.

 

Diagnose

Ein knackendes Atemgeräusch, ein Rasseln oder ein wiederkehrendes Fiepen sind meist die akustischen Anzeichen eines Befalls durch die Luftsackmilbe.
Weiterhin hört man die rasselnden Atemgeräusche häufiger bei hoher Luftfeuchtigkeit.
Die Luftsackmilbe ist besonders nachts aktiv, daher erkennt man einen Befall oft erst zu spät.



Optisch am Vogel selber sind die Parasiten von außen nicht zu erkennen.
Teilweise sieht man die Luftsackmilben, wenn man den Hals des Vogels gegen eine starke Lichtquelle hält, als schwarze Punkte.
Allerdings deutet ein Vogel, der schwer atmet oder sogar den Schwanz wippend beim Atmen hochzieht, auf einen Befall hin.
Im späteren Verlauf sitzt der Vogel mit gesträubten Gefieder da und ist bewegungsinaktiv.
Schleudert der Vogel erst Nasensekret raus oder ist der Federbereich um die Nasenöffnungen verklebt, ist es höchste Zeit für einen Gang zum Tierarzt, der Vogel leidet stark!

Behandlung
Die Medikamente aus dem Zoofachhandel reichen (nach meinen Erfahrungen) nicht aus, um den Befall in den Griff zu bekommen:
Geeignet ist das Medikament IVOMEC mit dem Wirkstoff Ivermectin.
Es wird per Spot-on Verfahren auf die Nackenhaut des Vogels getropft.
Um alle Entwicklungszyklen der Luftsackmilben zu erwischen, ist eine Behandlung erforderlich am:

1.       1. Tag

5.       5. Tag

9.       9. Tag
 

Es müssen alle Tiere zeitgleich behandelt werden, die: (Ansteckungsmöglichkeiten)

a)      In der gleichen Voliere sitzen

b)      Aus dem gleichen Wassernapf trinken

c)       Aus dem gleichen Futternapf fressen

d)      Durchs Gitter schnäbeln können

 

 

Gerätschaften
Wassernäpfe schrubben, danach mit kochendem Wasser auffüllen und kurz stehenlassen.
Die Schwämme nach Verwendung wegwerfen, nicht nochmal nehmen!
(TIPP-Größere Packs Topfschwämmchen aus den Sonderpostenmarkt für einen Euro besorgen).
Gleiche Verfahrensweise mit den Futtergefäßen, das Ganze für den Behandlungszeitraum möglichst TÄGLICH!

Vorbeugung
Leider kommen Luftsackmilben in SEHR vielen Beständen vor.
Daher sollte man neue Tiere immer separat setzen und einen Check durch den Tierarzt machen lassen.
(Kotprobe + Kropfabstrich).
Die Vorbeugung ist grundsätzlich günstiger als die spätere Behandlung des gesamten Bestandes.

Nebenwirkungen
Der Wirkstoff macht für einen gewissen Zeitraum unfruchtbar, daher kann während der Zucht selber schlecht oder besser nicht behandelt werden.
Dieser Satz scheint immer stumpf übernommen worden zu sein, ich kann das nicht bestätigen!

Kosten der Behandlung
Das Medikament ist vergleichsweise eher günstig.
Die Kotprobe ist vor Ort beim Tierarzt ist ebenfalls günstig, auch der Kropfabstrich.
Laboruntersuchungen sind weniger günstig, liefern aber ein Resistogramm, was ggf. aber Aufschluss über frühere Behandlungen ermöglicht.

Futterreste auf den Rasen
kippen
ist bei Verdacht auf Luftsackmilben zu unterlassen,
sonst infiziert man möglicherweise alle Körnerfresser im heimischen Garten!!!


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