Gelbes-Geschwader - Methoden

 
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Einzelhecke

Paarweise Haltung während ganzen Zuchtzeit.
Natürlichste Zuchtform, die Partner leiden nicht dadurch, da sie wieder auseiandergenommen werden.

Vorteil dieser Zuchtform:
In aller Regel werden bei dieser Methode die meisten Jungvögel groß, da beide Eltern die Jungen füttern.
Nachteil der Einzelhecke:
Mögliche Schachtelbruten.
D.h. die Henne fängt ein neues Nest an, bevor die Jungen selbständig sind.
ggf. ist ein neues, fertiges Nest in der Zuchtbox nötig.
Der Hahn kümmert sich dann weiter um die ersten Jungen.
Probleme kann es geben, wenn die Henne für die Folgebrut die ersten Jungen für das nächste Nest rupft.

Ich züchte zu 99% in Einzelhecke.


Wechselhecke

Der Hahn kommt nur zur Befruchtung in die Zuchtboxen.
Früher in der Gesankskanarienzucht gängigste Zuchtform.
Der Hahn kommt kurz vor Fertigstellung oder nach Fertigstellung in die Zuchtbox zur Henne.
Am Besten tritt der Hahn morgens kurz nach Sonnenaufgang.
D.h. den Hahn entweder abends bei abnehmendem Licht einfliegen lassen und morgens nach dem Akt wieder aus der Box nehmen.

Vorteil:
Mit einem sehr guten Hahn kann eine maximale Anzahl an Jungtieren erzielt werden.
Die Henne fängt erst nach dem Selbständigwerden der Jungen mit dem neuen Nest an.
Nachteil:
Nicht zwangsläufig artgerecht, in der Natur gehen die Vögel für die Brutsaison eine feste Bindung ein.
Allgemein ist die Anzahl der erziehlten Jungen pro Weibchen etwas weniger, als bei der Einzelhecke.



Flughecke

Der Hahn fliegt mit mehr als eine Henne zusammen in einer großen Box oder einer Voliere über die gesammte Zuchtsaison.
Wird allgemein vom ambitionieten Ausstellungszüchter nicht betrieben.
Für den Hobbyzüchter jedoch durchaus üblich.

Es ist darauf zu achten:

1)
Zu einem intensiven (A-Vogel) Hahn nur nichtintensive oder B-Hennen in die Voliere geben.
A x A Verpaarungen führen zu 25% toten Jungvögeln durch den Letalfakter.
"Codex pro Natura" verbietet uns moralisch Verpaarungen, die zum Letalfaktor führen können.
Folglich zu einem B- Hahn nur A-Hennen geben.

2)
Möglichst keine gelbgrundigen mit rotgrundigen Vögel miteinander verpaaren, um bei den Jungen schöne, kräftige Farben zu erzielen.

3)
Bei 2 oder mehr Hähnen pro Voliere ist kein Übersicht zur Abstammung möglich.



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